Gastbeitrag von Merlin Reingruber, Co-Founder des Symworking Ecosystems
Das weltweit erste zertifizierte 100% zirkuläre Lötzinn kommt aus Deutschland ♻
Um genau zu sein aus Halsbrücke im wunderschönen Sachsen, hergestellt von der Feinhütte Halsbrücke.
Ein Unternehmen mit einer Tradition von über 400 Jahren und als wichtiger Arbeitgeber in der Region, ein echter deutscher „Hidden Champion“ der Kreislaufwirtschaft.
Begonnen hat die Feinhütte im Jahr 1612 mit der Verhüttung von Erzen. Bereits vor mehr als 30 Jahren wurde auf die Verarbeitung von Sekundärmaterialien umgestellt.
Hier wurde echte Pionierarbeit geleistet und das schon weit vor in Kraft treten des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.
Hier zwei wesentliche Fakten zu Zinn:
– Zinn ist ein Metall welches zu ca. 50% in die Herstellung unserer Elektronik fließt: Jede leitfähige Verbindung, egal ob in deinem Handy oder in einem Satelliten, wird verlötet. Dieses Metall ist somit wesentlich für die Funktion sämtlicher Elektronik auf und außerhalb unseres Planeten:
https://lnkd.in/dKMB9tfb
– Zinn ist ein sogenanntes Konfliktmineral welches, gewonnen als Primärrohstoff, den Raubbau an unserer Natur fördert. In China, Indonesien und Myanmar, – den Hauptabbaugebieten dieses Rohstoffs – wird der Großteil des weltweiten Bedarf dieses Erzes aus dem Boden geholt. Wer nachlesen möchte warum das alles andere als nachhaltig ist:
https://lnkd.in/d9Zv_shy
Wir haben also hier ein Metall welches systemrelevant für unsere Technologie ist und wir haben eine große – nicht nachhaltige – Abhängigkeit von Staaten die Zinn fördern.
Was also tun? Ganz einfach:
Die GreenTin+ Linie der Feinhütte Halsbrücke einsetzen: https://green-tin.de/
Große Konzerne wie Apple wollen in diesem Bereich komplett zirkulär werden und kommunizieren dies auch schon seit geraumer Zeit.
Kleine Unternehmen wie Mayerhofer Elektronik GmbH – als erster Elektronikhersteller weltweit – sind in diesem Bereich bereits heute komplett zirkulär. Seit 2019 arbeiten wir kontinuierlich an der Implementierung und könnten dankbarer nicht sein einen Partner wie die Feinhütte Halsbrücke GmbH an unserer Seite zu haben.
Des Weiteren geht mein Dank an Sym und alle Unternehmen des Clusters Symtronics: https://symtronics.eco/
Ich habe schon viele Vorbehalte der Elektronik Branche gehört, die den Einsatz einer eine Verwendung von Sekundärzinn, im Wege stehen. Ein wesentliches ist:
– Ein Primärzinn ist qualitativ besser als Sekundärzinn.
An dieser Stelle darf ich sagen: Mit Nichten!
Bei Mayerhofer haben wir bereits die ersten Laborauswertungen vorliegen, welche belegen: Das Feinhütte Sekundärzinn ist qualitativ besser als vorher eingesetzte Lote aus Primärzinn.
Wer mehr wissen möchte, sollte sich unbedingt den PODCAST https://epp.industrie.de/inline-podcast-elektronikfertigung/ von Tobias Patzig anhören.

